Samstag, 25. Februar 2012

Hoppla, den ziehe ich mal besser aus dem Verkehr !

Jetzt habe ich permanent seit Monaten die Warnzeichen ignoriert: die Handbremse lässt sich bis zum Anschlag ziehen, die Bremsen kratzen, vor drei Wochen kam die Bremsflüssigkeitsmangelanzeige und seit Dezember knarzt die Hinterachse wie eine alte Schranktür. Zuierst musste ich den weißen Syncro fertigmachen, dann war es zu kalt, dann zu viel Arbeit in der Schule, dann die Garage belegt. Wie dem auch sei, ich habe das geschoben und geschoben und heute kam die Quittung:


Der Kolben des Bremssattels ist so weit ausgefahren, dass die Staubschutzmanschette schon nicht mehr richtig sitzt. Rost ist auch vorhanden, was wohl mit auch von sporadisch austretender Bremsflüssigkeit kommt. Dementsprechend sieht die Bremsscheibe aus:


Das Knarzen schiebe ich jetzt mal auf den Zustand der Querlenkerbuchse hier, mal sehen was passiert wenn die getauscht ist.


Die linke Feder sieht auch so aus als würde sie an der unteren Windung nicht mehr lange halten. Da steht also Arbeit an ...

Freitag, 24. Februar 2012

Io non hablo espanol porque soy aleman

Das hat mir der Jose damals in unserem Klassenzimmer am Ampleforth College gelernt neben einigen anderen netten und weniger netten Sprüchen, bei derem Einsatz ich mir damals wenig Freunde gemacht habe. Wie dem auch sei, 12 Jahre später hatte ich nun Gelegenheit, meine sehr rudimentären Spanischkenntnisse anzuwenden. Leider ohne Jose, denn der ist mittlerweile in die Achse des Bösen ausgewandert. Wie dem auch sei, wir haben die Faschingsferien dieses Jahr in den Subtropen verbracht, wo es temperaturtechnisch wesentlich angenehmer ist als in den Mittelbreiten. Meine Schwiegereltern sind saisonal nach Spanien ausgewandert und nachdem wir die im vergangenen Jahr kaum zu Gesicht bekommen haben, sind wir kurzerhand zu einem Besuch aufgebrochen. Leider mit dem Flugzeug aber das kostet unsinnigerweise nur ein gutes Drittel der vergleichbaren Anreise mit dem Auto. Bereits beim Überqueren der Pyrenäen war uns klar, dass uns dort ganz andere Temperaturen erwarten würden als daheim.

 
So machten wir uns dann am ersten Tag gleich mal dran, die reifen Orangen, Zitronen und Artischocken zu pflücken, dass wir nicht Gefahr liefen zu verhungern ;-)





Der Bauernhof, auf dem wir dies getan haben war genau nach meinem Sinne, sieht ein bisschen aus wie in meiner Garage und die 92-jährige Bäuerin war gerade dabei, sich mit Wasser aus dem Brunnen zu versorgen. Das unterschied die Szene dann von meiner Garage.



Anschließend ging es dann weiter nach Torrevieja, wo der Schock dann erst mal tief saß aber wir haben einen großen Bogen um die Landsfrau, beziehungsweise ihr Cafe gemacht.



Die Spanier gehören definitiv zu den langweiligsten südländischen Autofahrern, die mir jemals begegnet sind. Irre. Dafür macht man dort andere witzige Dinge, die sich einem auch auf den zweiten und dritten Blick nicht wirklich erschließen. So ist das Land durchzogen von fertig erschlossenen Wohnbaugebieten inklusive Laternen, Anschlüssen, Straßenmarkierungen, Verkehrsschildern und allem was dazugehört. Liediglich ein kleines, jedoch wichtiges Detail fehlt: niemand scheint dort bauen zu wollen und somit erscheinen diese Siedlungen eher als Verkehrsübungsplatz denn Anreiz zum Hausbau.



Wie dem auch sei, das Land ist wirklich schön, landschaftlich sehr reizvoll und die Menschen außerordentlich nett und hilfsbereit.



Landschaftlich hat uns der Süden sehr an die Südtürkei, beziehungsweise Nordsyrien erinnert. Da wurden Erinnerungen wach ... die Mandelblüte passte da aber nicht so ganz ins Konzept.


Wir haben die Tage recht ausgefüllt verbracht: Am Morgen und Spätnachmittag ging es auf Besichtigungstour, nachmittags war meistens Entspannung vor dem Häuschen angesagt. So besuchten wir beispielsweise den Wochenmarkt im Nachbarort.




Auch ein Stzrandbesuch durfte natürlich nicht fehlen, auch wenn das Wasser noch ein bisschen zu kalt war um dort zu baden. Für mich zumindest.



Selbstverständlich ist mir bei meinen Englandbesuchen der massive Trend einer Spanienauswanderung nicht entgangen, ich hätte aber nicht erwartet, dass dies so extrem ist. Meine Schwiegereltern haben sich im Engländerabschnitt der Costa Blanca einquartiert und so gab es dort fast mehr englische als spanische Nummernschilder. Das Häuschen haben sie von einem Engländer übernommen und nachdem alles, was aus dem Ausland kommt generell kritisch zu sehen ist, hat sich der Vorbesitzer sein Domizil selbstverständlich aus England verschiffen lassen. Von den Lichtschaltern bis hin zum Kamin war dort alles Made in England, inklusive des Teppichbodens im gesamten Häuschen.

 

Wahrscheinlich ist es dort einfacher, an englische Lebensmittel zu kommen oder in Pubs ein englisches Bierchen zu trinken als in England selbst. Was soll man sagen ? Dort ist alles fest in britischer Hand, nur das Wetter passt nicht ganz zur Jahreszeit, sonst hätte man stellenweise nicht das Gefühl, in Spanien zu sein. Ganz nach meinem Geschmack. England mit optimiertem Wetter also ... ;-)






Und so habe ich meine ersten englischen Würstchen in Spanien genossen, eine nette Beinote aber nicht entscheidend. Es hat uns dort sehr gut gefallen (und das lag jetzt nicht an den Briten) und wir waren auch sicherlich nicht das letzte Mal in Spanien ! Adios !

Samstag, 18. Februar 2012

Jetzt wird der weiße Syncro schon berühmt

Letzte Woche klingelte bei mir das Telefon und wer war dran ? Das Team von Auto Mobil, dem Automagazin von VOX. Sie wollen den neuen Passat Alltrack testen lassen und suchen deshalb im Idealfall einen Fahrer des ersten Allrad-Passats sowie einen Fahrer des aktuellen Allrad-Passats, die ihre Meinung zu dem Auto kundtun. Beides konnte ich bieten, ich selbst habe ja drei Allradpassats, zwei davon aus der ersten Serie und mein Kollege Reinhard fährt seit sechs Wochen den aktuellen Passat B7 4Motion. Also habe ich den gleich mal angerufen und der hat spontan zugesagt. Witzige Sache. Heute haben wir uns dann mit dem Team von Auto Mobil am Flughafen in München im Hotel Kempinski getroffen, wo passenderweise offensichtlich ohnehin schon eine Präsentation des Alltrack stattfand. auf jeden Fall waren die Fahnenmasten beflaggt, in der Lobby stand ein Vorführwagen und auch etliche VW-Mitarbeiter waren anwesend.



  
Neben dem VW-Spektakel waren da noch so viele gepanzerte Ministerlimousinen geparkt, dass wir nicht umhin kamen anzunehmen, dass die Wulff-Krisensitzung ebenfalls dort stattfand aber das sollte uns nicht interessieren, wir hatten ja Wichtigeres zu tun...

Zunächst einmal wurden wir mit einem Funkmikrofon bestückt.



Und dann kam auch schon die Moderatorin Birte Karalus, die man ja aus der Sendung kennt. Dieses Zusammentreffen war höchst angenehm, das ist eine sehr nette, natürliche und entspannte Frau. Aber auch der Rest der Truppe war top, wir hatten trotz geringer Temperaturen und ohne Jacke (ich musste ja den Club mit unserem Pulli repräsentieren) viel Spaß bei der ganzen Angelegenheit.




Da es um den Alltrack gegen sollte und nicht um den 32b hieß es nun, zumindest etwas Sendezeit für Letzteren herauszuschinden. Also haben wir uns entschieden, dass Reinhard und ich mit dem 32b auf den Alltrack zufahren und dann erst einmal das Auto von außen inspizieren. Kurze Absprache im Vorfeld ...


... und dann konnte es losgehen.


Wir haben uns die Arbeit geteilt, Reinhard war der gute Tester, ich war der böse Tester. Das kann ich sowieso am Besten und wieso künstlich verstellen ? Ich denke, man sieht das auf diesem Bild ganz gut, wie so die Stimmungslage war ;-)


Genau so wurde das auch gedreht. Ich hatte natürlich am Gitter vorne etwas auszusetzen, dass ich bei Geländeeinsatz wahrscheinlich in Windeseile verlieren würde, Reinhard hingegen hat die Radlauf- und Schwellerverkleisung gelobt und so hielt sich das ganz gut die Waage.



Die Zeit in den Drehpausen habe ich genutzt um den Wagen dann mal nach meinen Bedürfnissen zu inspizieren und musste feststellen, dass die angepriesene Höherlegung des Alltrack genau dem Serienzustand des 32b entspricht.



Die Bilder hat der Günter geschossen, den hat die ganze Sache interessiert und so haben wir ihn kurzerhand mitgenommen.

Wie gesagt, die Sache war spaßig, dumme Sprüche reißen können Reinhard und ich aj schon von Berufs wegen und so haben wir uns immer wieder mal den Ball hin- und hergeworfen. Nach diesem Vorgeplänkel ging es dann darum, neben den äußeren auch die inneren Werte zu testen und so ging es anschließend auf Probefahrt. Nachdem Reinhard da durch den B7 den direkten Vergleich hat, habe ich ihm den Fahrersitz überlassen.


Nach zwölf Minuten war die Aufnahmekapazität der Innenkamera erschöpft und so hatten wir die Order, dann gleich zurückzukommen. Nachdem ich aber mal sehen wollte, wie sich der Alltrack auf einem vereisten Feldweg macht, man aber in Flughafennähe schlecht einen vereisten Feldweg findet, hat das dann "geringfügig" länger gedauert. Was sioll ich sagen ? Ich weiß zwar, dass da die Elektronik wahrscheinlich 70% des Vortriebs regelt aber der flüchtige Eindruck der Traktion war wesentlich besser als ich erwartet hatte. Das muss ich jetzt auch mal ganz ehrlich so zugeben. Feldweg gefunden, das frischgewaschene Auto eingesaut, es konnte also zurückgehen zum Team. Kurzes Resümee und dann war die Sache auch schon gelaufen.



War eine echt witzige Aktion. Wer uns sehen will, kann dies kommenden Sonntag (26.2.) um 17.00 Uhr bei VOX tun oder anschließend die Folge online nachschauen. Ich bin mal gespannt, wieviel Minuten (oder Sekunden) die drei Stunden Dreh dann ergeben.