Montag, 23. April 2012

Der Wolf

Also auch wenn das jetzt den Anschein erweckt aber es ist nicht so, dass ich zu wenig Arbeit hätte. Aber mit der Quasselei den ganzen Tag bin ich abends echt froh wenn ich mal etwas meine Ruhe habe. Und die finde ich vor dem Fernseher nicht, da muss ich mich nur ärgern ...
Also weiter gehts. Der Zahnriemen am Lupo ist jetzt gewechselt - auch wenn mich das Spannen des Riemens schier in den Wahnsinn getrieben hat. Immer wenn das Maß erreicht war, hat es sich kurz darauf wieder verstellt.



Um da an den Zahnriemen zu kommen, muss die Motorstütze abgebaut werden und um da ranzukommen müssen sämtliche Ansaug-, Ladeluftkühler- und Turboschläuche ab. Das ist also leider nichts was man mal schnell eben erledigt. 


Dann konnte ich mich auch schon dem nächsten Problem widmen: dem Gangsteller - absolute Achillesferse beim 3L. Von VW ist da wenig an Kooperationsbereitschaft zu erwarten, glücklicherweise gibt es da aber mittlerweile mehrere Möglichkeiten, das Ding wieder dicht zu bekommen. Ich werde berichten ...

Einmal Göppingen und zurück

Wir haben es uns ja dieses Jahr mal wieder angetan, das Jahrestreffen der Passat-Kartei zu organisieren und so wurde es gestern höchste Zeit für das nächste Planungstreffen. Jetzt sind wir ja dafür bekannt, dass wir immer alle möglichen Nebenaktivitäten in die Hauptaktionen integrieren, dass sich der Aufwand auch lohnt. Also ging es morgens um 7.30 Uhr mit dem blauen Passat nach Aalen um ihn dort für die Übersommerung abzustellen. Auf halbem Weg kam mir dann bei Nördlingen auch schon Günter mit seinem Coupe samt Hänger entgegen. Dazu später mehr. Von Aalen aus ging es dann mit seinem Auto weiter nach Göppingen. Bevor wir aber mit der Planung loslegen konnten, galt es noch ein bisschen Blech kleinzumachen. Ist jetzt dann auch schon der dritte innerhalb von drei Wochen.





Eigentlich könnte man ja sein Wochenende auch anders verbringen aber die ganze Aktion macht durchaus Sinn. Hier dürfte sich dann der Grund ganz unten dann wohl auch erschließen: http://johnson-passatblog.blogspot.de/2012/03/die-retro-classics-in-stuttgart-steht.html

Mit dem Fuchsschwanz geht das relativ flott und so haben wir gleich weitergemacht...



Eigentlich wollte ich aus dem Schlachter auch gleich den Motor asusbauen, bei meinem weißen Syncro kündigt sich - auch wenn es das eigentlich gar nicht geben kann - ein Motorschaden an. Und hier kommt dann auch der Hänger wieder ins Spiel ;-)


Ich habe mich dann aber spontan umentschieden und den doch nicht mitgenommen. Es ist ja nicht so als wäre keine Auswahl vorhanden und so sind wir zurück nach Aalen und haben kurzerhand den Motor eingeladen, den wir vor 3 Jahren aus meinem ersten Winterfahrzeug ausgebaut haben. Der lag seitdem dort in einer Garage und fand keine so wirkliche Verwendung.


Dann noch schnell ein paar schmierige Teile vom letzten Wochenende eingeladen und schon konnte es wieder heimgehen. JEtzt habe ich ja wieder eine Garage mit Platz ;-)

Sonntag, 22. April 2012

Hin- und Herräumen

Ich habe momentan ein kleines Platzproblem und so habe ich mich entschlossen, dieses zu lösen indem ich ein Fahrzeug in dieser Saison mal in den Sommerschlaf schicke. Der blaue 5-Zylinder hätte ohnehin eine gründliche Durchsicht gebraucht und so habe ich mich entschieden, dass es dann wohl ihn treffen wird, denn Zeit habe ich auch nicht so wirklich im Moment. Also musste der Engländer aus der Garage, die meiner Wohnung am nähesten liegt ausziehen und dorthin verfrachtet werden, wo der Blaue über den Winter stand. Das habe ich dann gleich mal mit dem Saisonstart und einer Ausfahrt an die Zonengrenze verbunden.


Na ja, fast ! Als der dann verräumt war, konnte der Blaue in die (kurze) Saison starten.


Nach Leipzig und Luxemburg habe ich jetzt mal wieder einen Außenstellplatz in Aalen belegt. Allein der Standort ist schon faszinierend und war ursprünglich wohl kaum für Autos gedacht. Einige abenteuerliche Konstruktionen haben ihn dann aber autotauglich werden lassen ...


Hoffen wir mal, dass er da auch stehen bleibt und der Boden nicht einbricht. Wäre schade, denn laut Kraftfahrtbundesamt sind da gerade mal noch 50 Stück auf deutschen Straßen unterwegs. Auf jeden Fall wird er sich nicht einsam fühlen.

Sonntag, 15. April 2012

Auskehrschwung

So wie ich das sehe, steht wohl leider das Ferienende vor der Türe und so muss ich ab kommender Woche wieder einer etwas saubereren Tätigkeit nachgehen. Das wird dann wohl oder übel auch einige gedankliche Kapazitäten in Anspruch nehmen und so habe ich den heutigen Spätnachmittag mal damit verbracht, mir den fälligen Zahnriemen beim Lupo anzusehen.




Wie sich bei der Karosserieform und dem quer eingebauten Motor unschwer erahnen ließ, geht es da recht beengt zu. Geht aber und trotz gemütlichem Schrauben konnte der Zahnriemen schneller als erwartet verhältnismäßig problemlos freigelegt werden.


Also dann, mein erster Pumpe-Düse. Jetzt brauche ich noch das Spezialwerkzeug zum Arretieren der Wellen und Räder und dann sollte dem Wechsel nicht mehr viel im Wege stehen.

Samstag, 14. April 2012

Ersatzteilgewinnung und Passatschlachtung die zweite 2012

Auf der Retro Classics in Stuttgart haben wir ja dieses Jahr einen 1er Passat ausgestellt, der über 30 Jahre lang in einer Scheune nahe Ingolstadt stand und von uns mühevoll auf die Messe transportiert wurde.



Mit dem Besitzer wurden wir uns dann einig und haben das Wägelchen erworben. Trotz der eher kurzen Benutzungdauer von nur 6 Jahren war der Zustand nicht wirklich gut und der Vorderbau durch den Unfallschaden stark in Mitleidenschaft gezogen. Also haben wir uns für die Schlachoption entschieden, was mir persönlich sehr entgegenkam, war dies die Gelegenheit, meinen spärlichen Bestand an 32er Teilen aufzustocken.
Zunächst einmal musste der Passat vom Schmutz der letzten 30 Jahre befreit werden.


Dann ging es recht flott daran, die etwas leichter zu erreichbaren Teile zu demontieren. Zwar habe ich einen Zweitürer, doch die Innenausstattung war identisch mit der in meinem Auto und durch die geringe Kilometerleistung von knapp 90.000 noch in recht passablem Zustand. Das ist selten genug und so verließ die als erstes die Karosserie.


Als der Innenraum nackig war, haben wir versucht, den Motor für eine letzte Abschlussrunde zu starten. Trotz fachkundiger Analyse ...


... und fast schon arabisch anmutender Improvisationskunst ...


... ist uns dies leider nicht gelungen. Der Motor hat zwar sauber durchgedreht, Sprit kam auch an aber irgendwie ließ sich das Ding trotz gewechselter Zündspule, Verteilerfinger, Kappe und Zündkabel nicht dazu überreden, einen Zündfunken zu produzieren.


Schade eigentlich, doch es war ja noich genug Arbeit zu erledigen. Es wurden zwar zunehmend mehr Helfer, doch irgendwie ging die Schlachtung immer schleppender voran. Also erst einmal alle Flüssigkeiten ablassen ...


... und dann die Scheidung einleiten.


Nachdem der störende Motor auf die Seite geschoben ...



... und ein Großteil der brauchbaren Teile geborgen war ...



... konnte der finale Schnitt eingeleitet werden. Ich bin immer wieder darüber fasziniert, wie leicht man eine Karosserie mit dem Fuchsschwanz trennen kann.






Diese handlichen Stückchen konnten dann recht problemlos verladen werden.




Spätestens das übernächste Projekt soll eigentlich die Restaurierung meines 32ers sein. Da bin ich jetzt bestens dafür gerüstet ;-)

Donnerstag, 12. April 2012

Was für eine krasse Fehlanalyse

Das Knarzproblem an der Hinterachse ist gelöst. Ich hätte mich theoretisch ärgern können, habe mich aber dann entschieden, die Sache mir Humor zu sehen. Wahrscheinlich war das einer der größten Schraubergags, die ich jemals erlebt habe.

Jetzt mal der Reihe nach: wie bekannt, knarzt ja etwas an meiner Hinterachse. Vor 6 Wochen habe ich die ersten Buchsen erneuert, was in diesem Fall auch kein Luxus mehr war.



Das Knarzen war aber immer noch nicht weg. Also nochmal prüfen. Als Übeltäter entpuppte sich nun das rechte, hintere Lager des oberen Haltebügels vom Radlagergehäuse. Auch wenn das so einen schlechten Eindruck nicht machte, wobei es natürlich nicht mehr neu war. Also habe ich das heute gewechselt. Federbein hinten nach dem Festschrauben abgelassen, es knarzt immer noch. Die letzte Möglichkeit war nun der untere Querlenker. Große Lust hatte ich keine, aber hilft ja nichts. Also. Aufnahmearm der automatischen Leuchtweitentregulierung vom Höhengeber ab, auf die Seite schwenken ... und stop ! Problem gelöst würde ich sagen - mit zwei Stößen WD 40.


Mehr gibt es dazu dann wohl auch nicht zu sagen ;-)


Mittwoch, 11. April 2012

Entwicklung bedeutet nicht immer unbedingt auch Verbesserung !

Ich weiß nicht, da gibt es doch wirklich Systeme, die hervorragend funktionieren, wieso muss man denn immer alles auf Teufel komm raus verschlimmbessern und unnötig kompliziert machen. So beispielsweise der Spurstangenkopf beim 3BG. Mein linker war kaputt und austauschreif.


Von der berühmt-berüchtigten Schraube, die da gerne am Lenkhebel festgammelt habe ich ja schon gehört. Was ist das denn bitte für eine Fehlkonstruktion ? Das kann ja nur Ärger machen.


Weiter ging der Spaß dann damit, dass das Spurstangenendstück nicht aus der Spurstange wollte. Tiptop, die ganze Aktion hat mich fast 2 Stunden gekostet, 20 Minuten wären im Normalfall wohl angebrachter gewesen...


Mit dementsprechender Verspätung ging es dann natürlich an die eigentliche Arbeit des Tages. Seit Monaten knarzt der Passat wie so eine alte Schranktüre. Jeden Morgen wenn ich mit geöffnetem Fenster in die Tiefgarage fahre, werde ich daran erinnert, dass man das mal machen sollte.

Der Übeltäter ist schon lange ermittelt: eine der tausend Buchsen, die in einem der hinteren Querlenker sitzen.


Das ist preislich eine durchaus deftige Angelegenheit, alleine die Teile auf dem Bild kosten schon 115 Euro. Rechnet man dann die 4 Buchsen und Schrauben noch dazu, die man radlagerseitig braucht, dann ist man da bei rund 200 Euro. Für eine Seite wohlgemerkt.


Eigentlich würde es Sinn machen, gleich alle Buchsen zu tauschen. Unter den beengten Verhältnissen in der Garage habe ich aber keine wirklich große Lust dazu und Besserung ist ja in Sicht. Momentan komme ich nicht mal an meine  Schraubstock um die Lager auszutreiben, weil: da steht ja das Auto davor. Tataa. Da muss ich morgen wohl mal zum Nachbarn schauen ;-)

Lange Rede kurzer Sinn: da ist zwar alles gut verbaut, es gab blutige Knöchel und etwas Geschimpfe aber natürlich ging er raus:



Hier sieht man auch ganz schön, was da los ist:


Dann heisst es morgen also Lager einpressen und dann kann er zum Vermessen bevor die neuen Sommerreifen draufkommen.

Dienstag, 10. April 2012

Fuhrparkwartung

Etliche Monate lang hat sich die Arbeit bei diversen Fahrzeugen eines sehr guten Freundes angehäuft und ferienbedingt war es nun an der Zeit, den Berg langsam mal abzuarbeiten. Die EU bringt zwar nicht wirklich viel Gutes, wenn es jedoch um Anhängerkupplungen geht, dann ist da ein regelrechter Preisverfall zu verzeichnen. Gut, dass mittlerweile jeder Dödel eine 2 Tonnen - Kupplung mit dem Bordwerkzeug an sein Auto schustern kann ohne das nachher beim TÜV vorführen zu müssen finde ich jetzt nicht so wirklich prickelnd aber mich betrifft es ja nicht. Auf jeden Fall war mal wieder Fordschrauben angesagt - mit verbissener Miene ;-)


Beim nächsten Projekt stand ich noch etwas in der Bringschuld. Genau das wollte ich vor 2 Jahren vermeiden, es ist mir aber nicht gelungen. Ich schreib mal aus gutem Grund nichts dazu, jeder, der sich auskennt weiß ohnehin was da los ist und für den Rest ist es nicht wirklich interessant ;-)



Jetzt steht der Audi erst einmal, bus zum Zusammenbau dürften dann noch ein paar Tage vergehen.

Donnerstag, 5. April 2012

Und her damit, wieder einer mehr !

Mein großes Problem ist, dass ich ständig damit beschäftigt bin, mich vor mir selbst zu schützen. Manchmal gelingt das, machmal gelingt das aber auch nicht. So wie heute zum Beispiel. Oft löst die Verschrottung eines Autos (von Verkauf wollen wir ja gar nicht reden, ich habe erst einmal ein Auto auch wieder weiterverkauft) unaufhörlich den Drang in mir aus, den leeren Platz wieder zu füllen - wenn das auch normalerweise etwas länger dauert. Heute habe ich Marie nach Wachenzell gefahren wo ihr Golf beim Kundendienst war. Ich habe damit im Februar 2009 begonnen, seitdem zwei Mal den wiederkehrenden Serviceaufruf im Cockpit weggedrückt, bzw. zunächst ignoriert und jetzt wurde es ihr zu bunt. Sie hat verständlicherweise entschieden, dass das Auto jetzt doch in die Werkstatt muss. Wie dem auch sei, bei der Abholung heute ist mir da ein Wagen ins Auge gestochen, der mittlerweile fast schon Kultstatus besitzt und der mich immer schon mal gereizt hat.

 
Ein Drei-Liter-Auto aus dem Hause VW habe ich ja schon - also auf den Hubraum bezogen -, da würde es ja wirklich naheliegen, den dazu passenden kleinen Bruder zu erwerben, der sich bei mäßiger Fahrweise mit 3 Liter Diesel auf 100 km begnügt. Nur die Frage, wer den bekommen sollte war noch nicht ganz geklärt. Ich wollte ja, dass Marie ihren Golf entsorgt und auf Lupo umsteigt. Keine Chance. Maries Idee war es dann, den Kleinen einer Kollegin schmackhaft zu machen, die ihrem Elmo (ja, es gibt sie noch, diejenigen, die ihren Autos Namen geben, man will es kaum glauben ...) gerade beim Sterben zusieht. Mein Vorschlag war dann, dass den meine Schwester nimmt. Die ist aber dummerweise gerade im Ausland und eine ad-hoc-Entscheidung hätte sie wahrscheinlich etwas überfordert. Ich habe mir den Wagen dann mal genauer angesehen und und habe schon bemerkt, dass es kribbelt. Der Preis ganz ok, der Zustand auch, die Plakette grün und vom Fahren her auch ganz nett.

Ich bin dann erst einmal heimgefahren, habe aber auf dem Rückweg schon entschieden, dass ich den nehme, ganz egal was dann weiter damit passiert. Verkaufen könnte man den immer noch. Letzendlich habe ich meine Eltern dann überzeugt, dass wir alle ein "neues" Auto oder besser einen Zweitagen brauchen. Ich nicht, denn das wäre dann der Zehntwagen und irgendwann ist Schluss. Mein Vater ist dann noch einmal mit mir zurückgefahren und nach einer zweiten Begutachtung eine Stunde nachdem ich das Auto zum ersten Mal erspäht hatte, war dann der Kauf beschlossene Sache. Ein paar Kleinigkeiten stehen an, wir haben uns dann auf halbe halbe geeinigt, die Hälfte macht die Werkstatt ohne Mehrkosten und die andere Hälfte mache ich. Sehr schön !

Also Schwesterchen, solltest Du hier mitlesen: kannst Du Dich mit dem Ding anfreunden ? ;-)