Donnerstag, 5. April 2012

Und her damit, wieder einer mehr !

Mein großes Problem ist, dass ich ständig damit beschäftigt bin, mich vor mir selbst zu schützen. Manchmal gelingt das, machmal gelingt das aber auch nicht. So wie heute zum Beispiel. Oft löst die Verschrottung eines Autos (von Verkauf wollen wir ja gar nicht reden, ich habe erst einmal ein Auto auch wieder weiterverkauft) unaufhörlich den Drang in mir aus, den leeren Platz wieder zu füllen - wenn das auch normalerweise etwas länger dauert. Heute habe ich Marie nach Wachenzell gefahren wo ihr Golf beim Kundendienst war. Ich habe damit im Februar 2009 begonnen, seitdem zwei Mal den wiederkehrenden Serviceaufruf im Cockpit weggedrückt, bzw. zunächst ignoriert und jetzt wurde es ihr zu bunt. Sie hat verständlicherweise entschieden, dass das Auto jetzt doch in die Werkstatt muss. Wie dem auch sei, bei der Abholung heute ist mir da ein Wagen ins Auge gestochen, der mittlerweile fast schon Kultstatus besitzt und der mich immer schon mal gereizt hat.

 
Ein Drei-Liter-Auto aus dem Hause VW habe ich ja schon - also auf den Hubraum bezogen -, da würde es ja wirklich naheliegen, den dazu passenden kleinen Bruder zu erwerben, der sich bei mäßiger Fahrweise mit 3 Liter Diesel auf 100 km begnügt. Nur die Frage, wer den bekommen sollte war noch nicht ganz geklärt. Ich wollte ja, dass Marie ihren Golf entsorgt und auf Lupo umsteigt. Keine Chance. Maries Idee war es dann, den Kleinen einer Kollegin schmackhaft zu machen, die ihrem Elmo (ja, es gibt sie noch, diejenigen, die ihren Autos Namen geben, man will es kaum glauben ...) gerade beim Sterben zusieht. Mein Vorschlag war dann, dass den meine Schwester nimmt. Die ist aber dummerweise gerade im Ausland und eine ad-hoc-Entscheidung hätte sie wahrscheinlich etwas überfordert. Ich habe mir den Wagen dann mal genauer angesehen und und habe schon bemerkt, dass es kribbelt. Der Preis ganz ok, der Zustand auch, die Plakette grün und vom Fahren her auch ganz nett.

Ich bin dann erst einmal heimgefahren, habe aber auf dem Rückweg schon entschieden, dass ich den nehme, ganz egal was dann weiter damit passiert. Verkaufen könnte man den immer noch. Letzendlich habe ich meine Eltern dann überzeugt, dass wir alle ein "neues" Auto oder besser einen Zweitagen brauchen. Ich nicht, denn das wäre dann der Zehntwagen und irgendwann ist Schluss. Mein Vater ist dann noch einmal mit mir zurückgefahren und nach einer zweiten Begutachtung eine Stunde nachdem ich das Auto zum ersten Mal erspäht hatte, war dann der Kauf beschlossene Sache. Ein paar Kleinigkeiten stehen an, wir haben uns dann auf halbe halbe geeinigt, die Hälfte macht die Werkstatt ohne Mehrkosten und die andere Hälfte mache ich. Sehr schön !

Also Schwesterchen, solltest Du hier mitlesen: kannst Du Dich mit dem Ding anfreunden ? ;-)





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