Samstag, 14. Juli 2012

Vorbereitungen

In 3 Wochen geht es wieder mal auf Reisen und so habe ich mich internettechnisch etwas zurückgezogen und verbringe meine Zeit unter anderem damit, das Auto auf Herz und Nieren zu prüfen und reisetauglich zu machen. Der Motor ist jetzt schon wieder fast drei Wochen verbaut, der Ölverbrauch behoben und das Klappern verschwunden. Eine hundertprozentig kluge Idee war es nicht, die Frontkratzer-Kupplung im Syncro zu verbauen. Zwar greift die etwas kleinere Kupplung hervorragend, auch sonst gibt es auf dieser Seite keinen Grund zur Beschwerde aber es wäre keine schlechte Idee gewesen, das Ausrücklager zu erneuern. Nun gut, deswegen baue ich das Getriebe nicht extra ab, ein bisschen Thrill muss ja schließlich sein.



Die ersten 1000 Kilometer sind mal abgesehen von der defekten Batterie problemlos gemeistert. Ich gehe mal davon aus, dass das auch so bleibt.

Nachdem ich beim letzten Mal bereits am Brenner Teile der Befestigung meines Dachgepäckträgers verloren habe und dann macgyvermäßig mit an der Raststätte gekauften Zurrgurten das Problem bei strömendem Regen beheben musste, wollte ich diesmal nicht wieder in so eine Situation kommen und teste den diesmaligen Dachaufbau bereits seit 3 Wochen. Bislang auch problemlos.


Nachdem dieses elendigliche Glasdach die Sonne unerbittlich in das Wageninnere dringen lässt (was ja eigentlich dann auch wieder Sinn und Zweck eines Glasdaches ist) und die Fernscheinwerfer einen Teil ihrer Lichtleistung in den Fahrerraum abgeben (was auch wieder nicht Sinn und Zweck von Fernscheinwerfern ist) habe ich die Luke mal kurzerhand und zugegebenermaßen recht brachial verschlossen. Aber es erfüllt seinen Zweck.




Eine weitere Baustelle war das Hinterachsdifferential, das etwas inkontinent war. Das ist mittlerweile auch behoben.



Dann gab es für den Wagen noch etwas, das irgendwie wie Perlen vor die Schweine geschmissen erscheint und wahrscheinlich auch nicht notwendig ist: eine Alarmanlage. Es geht mir nicht um das Auto, da habe ich jetzt keine Bedenken, dass das jemand klaut, sondern vielmehr um den Inhalt. Auf unserer diesmaligen Route ist das ein oder andere Land, das sich sicherheitstechnisch schwer einschätzen lässt und so bin ich da mal lieber auf Nummer sicher gegangen. Allzuviel möchte ich selbstverständlich nicht verraten. Aber ich kann wohl sagen, dass das Fahrzeug nun dreifach abgesichert ist und jede Alarmauslösung an einen Pager überträgt, der mir angeblich bis auf eine Entfernung von 5 Kilometern anzeigt, was da genau los ist. Es wäre ärgerlich, wenn da jemand vor dem Hotel den Wagen ausräumt und wir gemütlich beim Essen sind ohne davon etwas mitzubekommen ... ;-)





Zunächst letzter Akt war das Verstauen der Ersatzteile. Ich hatte die Kisten unserer letzten Reise extra nicht ausgepackt und so konnte ich auf meinen Fundus zurückgreifen ohne die Teile stundenlang zusammensuchen zu müssen. Einige der Posten mussten aufgrund der anderen Modellvariante ausgetauscht werden aber das hielt sich in Grenzen. Auf jeden Fall wollte ich mein System professionalisieren und so kam es mir gerade recht, dass unser Fotolabor ausgeräumt wurde und ich da immer noch meine Laborkiste stehen hatte. Alleine das Öffnen war spannend und glich einer Zeitreise. Sie war jetzt 12 Jahre lang verschlossen. Da kam Zeug zutage, das heute gar niemand mehr kennt.




Ich habe dann die Rollen von der Kiste abgeschraubt und die Ersatzteile sogar einigermaßen sortiert da eingeräumt. Die Kiste habe ich dann so im Auto verzurrt, dass man da selbst bei eingeräumtem Kofferraum jederzeit Zugriff hat wenn man die Rücksitzbank zurückklappt.





Von hinten sieht die ganze Angelegenheit dann so aus:


Insgesamt sind 51 der gängigsten Ersatzteile mit an Bord. Zusätzlich kommen noch Universaldichtungen und das ein oder andere Kleinteil mit, das gerne mal kauptt geht und ich noch bestellen muss, so zum Beispiel der Pümpel, in dem der Gaszug am Pedal hängt.  Im Normalfall geht sowieso immer genau das kaputt, was man nicht dabei hat. Trotzdem stelle ich hier mal die Liste ein. Wenn ich etwas vergessen haben sollte, was jemand hier für wichtig erachtet, dann bin ich für jeden Tipp dankbar:


Kommentare:

  1. Hallo Johannes,
    Ich seh da keinen Kupplungsseilzug.
    Ich hab den beim Jägervari immer mit an Bord.
    Gruß
    Julian

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  2. Den Kupplungsseilzug habe ich ausgeräumt, der nimmt beim Syncro nur Platz in der Kiste weg ... ;-)

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  3. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  4. Hatte der Syncro damals schon ne hydraulische Betätigung?Hmm.. Schraube ja nicht an 32Bs,aber wieder was gelernt.
    Dann würd ich sagen,pack noch gute Laune und ne Kamera ein,deine Reiseberichte sind immer toll zu lesen.Gute Reise!

    (lol.. wenn man vom Internetkaffee aus schreibt..ists manchmal nicht der eigene Account.)

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